Orthomolekulare Medizin

     Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung einer guten Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Verwendung von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurelementen, essentiellen Fettsäuren und anderen Mikronährstoffen zur Vermeidung, Behandlung und Prävention von Krankheiten.

     Aufgrund des derzeitigen neurobiologischen Erkenntnisstandes ist davon auszugehen, dass alle mentalen Vorgänge, also auch die psychischen, untrennbar mit der Aktivität der Nervenzellen verbunden sind. Von zentraler Bedeutung für das Denken, Fühlen und Handeln sind chemische Signalsubstanzen, zu denen Neurotransmitter, Neuropeptide, Neurohormone und Neuromodulatoren gehören. An zahlreichen neurochemischen Reaktionen sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren beteiligt, die in ausreichender Menge und Qualität verfügbar sein müssen. Die Orthomolekulare Medizin ist bei vielen psychischen und neurologischen Störungen eine erfolgversprechende Therapie, die sehr gut auch adjuvant eingesetzt werden kann. Dabei geht es nicht nur um den Ausgleich von Mikronährstoff-Defiziten, sondern auch um eine individuell angepasste Versorgung mit Mikronährstoffen. Psychischer Stress z.B. erhöht erheblich den Bedarf an verschiedenen Vitalstoffen.